Allgemeines

Komfortzone! „Was ist das eigentlich und warum sollte ich die meiden?“

Kein Thema ist aktuell Omnipräsenter als die Komfortzone, was liegt da näher als das Thema einmal mehr zu beleuchten und meinen Senf dazu zu geben. Ich wurde vor ca. 8 Jahren mit dem Thema konfrontiert und habe es erst nicht richtig verstanden. Denn meine Komfortzone war schon immer sehr groß oder andersrum mir ist sehr wenig peinlich und grade das ist für die meisten die kleinste Komfortzone. Die Angst was andere Menschen von Ihnen denken könnten. 

Komfortzone vor dem Kamin

Aha interessant… aber was genau ist denn jetzt die Komfortzone?

Die Komfortzone ist über all dort wo wir uns wohl fühlen. Dies kann sowohl ein Ort sein (das heimische Sofa eventuell?) aber meistens ist sie in unserem Kopf. Wer kennt Sie nicht die Angst was andere Menschen von uns denken wenn wir X oder Y machen würden. Oder aber die Angst mit einem Projekt zu scheitern. Es gibt endlos viele Beispiele für Komfortzonen und ich wette du hast es auch schon mehr als 100x erlebt das du etwas nicht getan hast weil deine innere Stimme dir dazu geraten hat.  Viele sprechen dann von einem ungutem Gefühl oder einer Vorahnung. ABER eigentlich ist es nur Angst und die gilt es zu überwinden. 

Schön und gut aber wieso soll ich denn was machen womit ich mich unwohl fühle?

Das ist nämlich das tückische an der Komfortzone. Sie weiß wie man uns am besten an sie bindet. Deswegen ist es so unglaublich wichtig Sie zu überwinden und aus ihr heraus zu kommen. Erst einmal wirst du lauter neue und aufregende Dinge erleben wenn du etwas neues machst und meistens sogar feststellen das es gar nicht so schlimm war wie befürchtet. Außerdem setzt unser Gehirn Dopamin frei wenn wir etwas neues erreichen und das macht uns Glücklich. Wer möchte nicht gerne glücklich sein? Außerdem wirst du nie deine Ziele erreichen wenn du immer in deiner Komfortzone bleibst. Stell dir einmal vor unsere Vorfahren wären immer in Ihrer Komfortzone geblieben. „Das komische leuchten ist warm das fasse ich lieber mal nicht an“ wir würden bis heute kein Feuer haben, von Elektrizität mal ganz zu schweigen. Also brauchen wir den Schritt aus der Komfortzone heraus um uns weiterzuentwickeln. Wenn du zum Beispiel ein eigenes Produkt entwickelt hast aber nicht mit Leuten sprechen magst wirst du es nie wirklich gut am Markt positionieren oder wenn du enorm gerne und gut Musik machst aber nicht vor Menschen auftrittst, wirst du nie berühmt werden. (Wenn du nur gerne Musik machst, bleib ruhig zu Hause;) 

Ok habe ich verstanden Komfortzone = Böse! Aber wie komme ich da jetzt raus?

Wenn deine Gedanken grade so oder so ähnlich klingen, perfekt. Dann wollen wir mal sehen wie wir dich da wieder raus kriegen. Erstmal schlage ich dir vor ein neues Denkmuster in deinem Kopf einzurichten. Also ab jetzt wenn du wieder einmal dieses ungute Gefühl hast stelle dir folgende Frage: „Was ist das schlimmste was passieren könnte?“ und dann musst du dir diese Frage ehrlich beantworten! Meistens sind die Konsequenzen nämlich gar nicht mal so schrecklich wie wir glauben.

Kurzer Exkurs in meine Zeit im Direktvertrieb (Türklinken putzen).

Es ist als wäre es Gestern gewesen. Nach 2 Wochen mehr oder weniger gutem Vertriebstraining bei einem großem Konzern geht es das erste mal raus in die freie Wildbahn. Das erste mal an eine Echte Tür und auf einmal blockiert der Kopf und sagt mir im Inbrunst Ton der Überzeugung das ich da auf keinen Fall klingeln kann. Sofort beginnt ein innerer Dialog wieso man jetzt grade nicht Klingeln kann und wie schrecklich das ist. Mein Mentor der mich zum Glück begleitet hat sieht mir an wie ich mit mir kämpfe und fragt mich ganz ruhig „Was kann denn schon schlimmeres passieren, als das die Nein sagen?“ Kurze Pause und irgendwie hat er ja recht. Da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Es kann nichts wirklich schlimmes passieren. Dieses Prinzip habe ich dann auf alle Lebensbereiche übertragen und seit dem mache ich dauernd Dinge die andere für Verrückt halten.

Beispielbild einer Tür ;)

Ok und noch ein Tipp, mache es zu einer Art Spiel deine Komfortzone zu verlassen. Wie früher die Mutproben in unserer Kindheit. Am besten machst du sogar eine feste Gewohnheit daraus oder wenigstens eine Challenge (sind die immer noch im Trend? Gott ich werde alt). Also mal 30 Tage lang, jeden Tag bewusst die eigene Komfortzone verlassen. Wie wäre es zum Beispiel mal an einem Tag einen Fremden auf der Straße anzusprechen?

Oder etwas anderes das du normalerweise nie machen würdest.

Es muss auch nicht immer der große Schritt sein, lieber viele kleine. Ist es dein Traum mal vor tausenden Menschen ein Instrument zu spielen dann beginne mit ein paar Freunden und steigere dich. Und als nächsten Schritt dann mal für ein paar Fremde und danach dann einfach mal in die Fußgängerzone stellen. Du wirst sehen wir Glücklich du bist wenn du dein Ziel erreicht hast. Verstehe mich nicht Falsch. Die Angst vor dem neuem wird bleiben und auch nicht kleiner aber es wird für dich immer leichter ins Handeln zu kommen und nur darum geht es letzten Endes.

Und jetzt leg los und zeige es der Welt!

Was ist dein nächstes Projekt oder wo steckst du noch in der Komfortzone und willst aber eigentlich sofort raus? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg dabei!

Dein 

Chris Puschke

P.S.: Hier noch eine Buchempfehlung zu dem Thema:

Deine Meinung oder Frage zu diesem Thema?